Ältere Toll-Collect-OBUs müssen jetzt getauscht werden

Von | Juli 6, 2026

2G-Abschaltung betrifft ältere Fahrzeuggeräte – jetzt Handlungsbedarf prüfen

Die schrittweise Abschaltung des 2G-Mobilfunknetzes in Deutschland hat direkte Auswirkungen auf zahlreiche Transportunternehmen. Betroffen sind ältere Toll-Collect-On-Board-Units (OBUs), die noch über das 2G-Netz kommunizieren.

Unternehmen sollten daher zeitnah prüfen, ob Fahrzeuge ihres Fuhrparks von einem verpflichtenden OBU-Tausch betroffen sind. Eine verspätete Reaktion kann dazu führen, dass die automatische Mauterhebung nicht mehr funktioniert.

Warum der OBU-Tausch notwendig ist

Die OBU erfasst die mautpflichtigen Strecken eines Fahrzeugs und übermittelt die Daten automatisch an Toll Collect. Viele ältere Geräte nutzen dafür noch das mittlerweile veraltete 2G-Mobilfunknetz.

Da Mobilfunkanbieter ihre 2G-Netze schrittweise abschalten, können diese Geräte künftig keine Daten mehr übertragen. Die Folge: Die automatische Mauterfassung ist nicht mehr möglich.

Welche Fahrzeuge sind betroffen?

Nach Angaben von Toll Collect betrifft der Austausch vor allem ältere, fest im DIN-Schacht verbaute Fahrzeuggeräte.

Nicht betroffen sind die neueren Windshield-OBUs an der Frontscheibe. Diese kommunizieren bereits über das moderne LTE-Netz und können weiterhin genutzt werden.

Wichtig: Ob ein Fahrzeug tatsächlich betroffen ist, lässt sich nicht zuverlässig anhand des Geräts erkennen. Die verbindliche Information erhalten Unternehmen ausschließlich über das Toll-Collect-Kundenportal.

So prüfen Sie Ihren Fuhrpark

Cargesia empfiehlt allen Fuhrparkverantwortlichen, die Fahrzeugübersicht im Toll-Collect-Kundenportal zu kontrollieren.

Folgende Schritte sind erforderlich:

  • Im Toll-Collect-Kundenportal anmelden
  • Bereich „Fahrzeuge“ öffnen
  • Fahrzeugübersicht prüfen
  • Hinweise zum OBU-Tausch beachten
  • Austauschfristen dokumentieren
  • Rechtzeitig einen Termin beim Servicepartner vereinbaren

Gerade bei größeren Fuhrparks kann eine frühzeitige Planung spätere Engpässe vermeiden.

Was kostet der Austausch?

Die gute Nachricht: Laut Toll Collect sind sowohl die neue LTE-fähige OBU als auch der eigentliche Austausch kostenlos.

Trotzdem entstehen für Unternehmen häufig indirekte Kosten:

  • Fahrzeugausfall während des Werkstattaufenthalts
  • An- und Abfahrtszeiten
  • Organisationsaufwand
  • Eventuelle Umplanung von Touren

Daher empfiehlt es sich, den Austausch möglichst mit ohnehin geplanten Werkstattterminen, Wartungen oder Hauptuntersuchungen zu kombinieren.

Was passiert bei Fristüberschreitung?

Wer die im Kundenportal angegebene Frist nicht einhält, riskiert die Sperrung der betroffenen OBU.

Eine gesperrte OBU kann keine Maut mehr erfassen. Die gesetzliche Mautpflicht bleibt jedoch weiterhin bestehen. Fahrer und Unternehmen müssen dann auf alternative Einbuchungsmöglichkeiten zurückgreifen.

Fehlende oder fehlerhafte Mautzahlungen können später zu Nachforderungen und weiteren Verfahren führen.

Nach dem Austausch: Diese Punkte sollten kontrolliert werden

Nach dem Einbau der neuen OBU sollten Unternehmen die Einstellungen sorgfältig überprüfen:

  • Fahrzeugkennzeichen
  • Fahrzeugzuordnung
  • Technisch zulässige Gesamtmasse (tzGm)
  • Achszahl
  • Funktionsfähigkeit des Geräts

Zusätzlich sollten Fahrer über die Bedienung der neuen OBU informiert werden.

Cargesia-Empfehlung für Fuhrparks

Der OBU-Tausch ist mehr als eine technische Formalität. Besonders bei mehreren Fahrzeugen sollte frühzeitig geplant werden:

  • Welche Fahrzeuge sind betroffen?
  • Welche Fristen gelten?
  • Wann sind Werkstatttermine verfügbar?
  • Können andere Wartungsarbeiten kombiniert werden?

Je früher Unternehmen handeln, desto geringer ist das Risiko von Ausfallzeiten und Terminengpässen.

Fazit

Die Abschaltung des 2G-Netzes macht den Austausch älterer Toll-Collect-OBUs zwingend erforderlich.

Auch wenn die neue Hardware und der Einbau kostenlos sind, sollten Unternehmen die organisatorischen Auswirkungen nicht unterschätzen. Wer jetzt sein Kundenportal prüft und notwendige Termine frühzeitig plant, vermeidet spätere Probleme bei der Mauterhebung.

Unser Tipp: Prüfen Sie noch heute Ihren Fuhrpark im Toll-Collect-Kundenportal und sichern Sie sich rechtzeitig einen Servicetermin.

OBU-Tausch als Chance nutzen

Viele Transportunternehmen betrachten den OBU-Tausch zunächst nur als notwendige technische Umstellung. Tatsächlich kann der Wechsel jedoch auch finanzielle Vorteile mit sich bringen.

Am Markt gibt es verschiedene Mautdienstleister und EETS-Anbieter, die den Einbau neuer Geräte teilweise bezuschussen oder zusätzliche Rückvergütungen auf den abgewickelten Mautumsatz anbieten.

Je nach Anbieter sind dabei nicht nur Deutschland, sondern auch weitere europäische Mautländer in einer Lösung integriert. Dadurch lassen sich Mautabrechnung und Fuhrparkverwaltung häufig deutlich vereinfachen.

Ein Beispiel:

  • Monatlicher Mautumsatz: 150.000 €
  • Rückvergütung (Kickback): 1 %
  • Monatliche Rückzahlung: 1.500 €
  • Jährliche Rückzahlung: 18.000 €

Gerade für Unternehmen mit mehreren Fahrzeugen können sich dadurch erhebliche Einsparungen ergeben.

Zusätzlich profitieren viele Betriebe von:

  • Zentraler Abrechnung mehrerer Länder
  • Weniger Verwaltungsaufwand
  • Transparenter Kostenübersicht
  • Teilweise kostenfreien oder vergünstigten Geräten
  • Zusätzlichen Tankkarten- und Mobilitätslösungen

Cargesia unterstützt bei der Auswahl

Der bevorstehende OBU-Tausch bietet die ideale Gelegenheit, bestehende Mautlösungen zu überprüfen und mögliche Einsparpotenziale zu identifizieren.

Sie möchten wissen, welche Lösung am besten zu Ihrem Fuhrpark passt oder ob Sie von Rückvergütungen profitieren können?

Kontaktieren Sie uns gerne. Wir unterstützen Sie bei der Auswahl geeigneter Mautlösungen und prüfen gemeinsam, welche Vorteile für Ihr Unternehmen möglich sind.

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info@cargesia.com

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